Hier möchten wir Ihnen Antworten auf einige interessante Fragen geben.

01 Ist TempEco Tempe vegan?

Vegan beschreibt eine Ernährung oder ein Lebensmittel ohne tierische Inhaltsstoffe oder tierische Produkte. TempEco Tempe ist komplett vegan und vegetarisch.

02 Ist TempEco Tempe glutenfrei?

Unser Tempe enthält keine glutenhaltigen Zutaten. Wir teilen jedoch eine Küche mit einigen Unternehmen, die bei ihrer Herstellung glutenhaltige Zutaten verwenden. Somit können wir also die Möglichkeit nicht vollständig ausschließen, dass eine winzige Menge Gluten in unser Produkt gelangt. Hier sind Sie gefragt, denn Sie können Ihre Empfindlichkeit oder Allergie gegen Gluten und Ihre Erfahrungen mit Produkten, die in Gemeinschaftsküchen hergestellt werden, am besten einschätzen.

 

03 Ist Tempe für eine Rohkost-Diät geeignet?

Nein. Zwar enthält unser Tempe eine lebendige Kultur des Pilzes „Rhizopus oligosporus“ vor der Zubereitung. Doch die Sojabohnen (bzw. eine andere Basis, z.B. Kichererbsen) für das Tempe werden vor ihrer weiteren Verwendung weich gekocht.
Tempe war nie dazu bestimmt, roh gegessen zu werden. Tempe wurde und wird traditionell in Indonesien immer in irgendeiner Form zubereitet.
Aufgrund seines hohen Protein- und Feuchtigkeitsgehalts, sollte rohes Tempe getrennt von verzehrfertigen Lebensmitteln gelagert und vor Verzehr auf mind. 70°C erhitzt werden.

 

04 Ist Tempe wirklich ein fermentiertes Lebensmittel?

Es kommt darauf an, ob man sich dem Begriff „Fermentation“ von einer wissenschaftlichen oder einer mehr „alltäglichen“ Definition nähert.

In der Biologie und Chemie ist die Fermentation insbesondere ein Prozess, der unter Ausschluss von Sauerstoff, also anaerob, stattfindet.
Im allgemeinen versteht man unter „Fermentation“, dass Mikroorganismen Lebensmittel (weiter-) verarbeiten. Nun wird Tempe jedoch von Mikroorganismen in einer sauerstoffarmen Umgebung erzeugt. Auch noch interessant sind dei dunklen grauen oder schwarzen Flecken, von denen wir auf unserer Verpackung behaupten, dass die nicht schlimm sind. Diese Flecken bilden sich, wenn der „Mikroorganismus Tempe“ seinen nächsten Lebenszyklus starten möchte. Ähnlich wie bei vielen anderen Pilzen, bildet auch unser Rhizopus Sporen!
Also, viel Sauerstoff animiert unseren Pilz dazu, Sporen zu bilden. Die Flecken, die Sie u.U. auf Ihrem Tempe sehen, zeigen einfach, wo das Tempe mehr mit Sauerstoff in Beruhrung gekommen ist. Die Flecken bedeuten jedoch nicht, dass das Tempe verdorben ist!

 

05 Ist euer Tempe probiotisch?

Das lässt sich nicht mit Sicherheit sagen.

Bestimmte fermentierte Lebensmittel werden seit Beginn der Menschheit traditionell mit Guter Gesundheit in Verbindung gebracht.
Aber bislang wurde der Erforschung fermentierter Lebensmittel zuwenig Aufmerksamkeit geschenkt. Wir wissen seit 150 Jahren, wie Mikroorganismen Krankheiten verursachen können und erst in den letzten Jahrzehnten sind wir uns bewusst geworden, dass Milchsäurebakterien von Natur aus in die Funktionsweise des menschlichen Körpers eingebunden sind. Forschung und Studien haben gezeigt, dass Tempe hilfreich ist, z.B. bei der Prävention und Behandlung von Durchfall.
Probiotisch ist ein Begriff aus der Zeit, die in den meisten Köpfen der Menschen mit Joghurt und lebenden Milchsäurebakterien in Verbindung gebracht wird und die Verdauung fördert…
Die Kultur des Tempe, Rhizopus oligosporus, ist nicht bakteriell, sondern pilzartig. Wie das Mycellium des Brie, Bestandteile des „scoby“ von kombucha, der „koji“ von miso, shoyu und sake, und das Bier, das Brot und der Wein, die mit Hefen arbeiten, wird Rhizopus oligosporus in das Königreich der „Fungae“ eingestuft werden.
Da Tempe vor dem Essen gekocht wird, ist das Essen von Tempe nicht gleich zum Essen von bakteriell fermentierten Lebensmitteln in Lebenskultur. Es scheint, dass pilzlich erzeugte Lebensmittel dem Menschen Vorteile bringen, indem sie die Zusammensetzung des Grundbestandteils (Soja u.a. Leguminosen) enzymatisch verändern.
Im Falle von Tempe hat sich gezeigt, dass Sojabohnen durch die Fermentsation des Pilzes für den Menschen viel besser verdaulich und Nährstoffe besser verfügbar werden.

 

06 Was sind die Vorteile von Nährstoffen/Gesundheit für Tempe?

Leguminosen, also Hülsenfrüchte, sind einzigartig unter den proteinreichen Lebensmitteln, da sie einen hohen Ballaststoffgehalt aufweisen. Aber Hülsenfrüchte können für den Menschen schwer zu verdauen sein. Vor allem Sojabohnen können von den meisten Menschen nicht leicht verdaut werden, wenn sie nur gekocht wurden. Seit jeher wurden Sojabohnen auf besondere Weise verarbeitet, damit die Menschen sie essen können. Die meisten dieser traditionellen Verarbeitungsmethoden beinhalten die Fermentation. Tatsächlich sind viele Lebensmittel, die wir vielleicht nicht als fermentiert betrachten, traditionell. Von Sojasauce, Kaffee und Tee bis hin zu Schokolade, Brot, Käse und Wurstwaren waren Mikroben in den meisten unserer täglichen Lebensmittel vorhanden und für die Reifung unerlässlich und das rund um die Erde.

 

07 Ich habe negative Dinge über das Essen von Soja gehört. Was ist mit Tempe?

Sojabohnen sind für den Menschen nach dem Kochen nicht besonders bekömmlich. Und so wird fast alles Soja, das wir essen, verarbeitet. Bei handelsüblichen Fleischersatzstoffen, Riegeln und Shakes auf Sojabasis wird das Soja chemisch und mechanisch verarbeitet. Im Wesentlichen wird die Sojabohne erst denaturiert (also strukturell verändert) um danach wiederum mit anderern versetzt zu werden (Suchmaschine “ Soja-Protein-Isolat“). Der traditionelle Herstellungsprozess von Sojamilch und Tofu besteht aus Kochen, Mahlen und Filtern, so dass ein Teil der Bestandteile der Bohne, einschließlich Ballaststoffe, entfernt wird. Bei der Herstellung von Tempe werden die Sojabohnen zuerst gespalten und ein Grossteil der Hülsen entfernt; danach werden sie gekocht, mit Pilz beimpft und fermentieren dann. Dies erhöht nachweislich den resorbierbaren Vitamingehalt der Bohnen und macht sie durch die Wirkung von Enzymen sehr bekömmlich. Ein weiteres Problem bei Soja sind genetische Veränderungen und Pestizide. Wir verwenden in der Westschweiz kultivierte, nicht gentechnisch veränderte Bio- Sojabohnen in unserem Tempe.
Ob Soja Einfluss auf den menschlichen Hormonhaushalt hat, ist leider nicht verbindlich geklärt. Und so gibt es auch keine Forschungsergebnisse darüber, ob Tempe eventuell ähnliche hormonelle Effekte haben könnte.

 

08 Tempe ist etwas, das ich noch nie gegessen oder von dem ich gehört habe. Ist es neu?

Tempe wird seit mindestens 200 und möglicherweise tausenden von Jahren in Indonesien produziert. Nach Europa kam Tempe mit Ende der Besatzung Indonesiens durch die Holländer Ende des WWII.

 

09 Was ist Eure Bio-Zertifizierung?

Erst einmal sind wir sind im Handelsregister eingetragen.

Da wir gerade erst starten, arbeiten wir an einer Bio- Zertifizierung, die ist jedoch langwierig und kostpielig.
Auf jeden Fall sind unsere Zutaten Bio- zertifiziert: „Knospe“ zertifizierte, aus der Westschweiz stammende Sojabohnen, Schweizer Bio- Apfelessig, EU Bio- Hanfnüsse, EU Bio- Kichererbsen.

 

10 Warum schmeckt euer Tempe besser als anderes Tempe, das ich hatte?

Dass wir unser Tempe tiefgekühlt vertreiben, hat einen überraschend großen positiven Einfluss auf Geschmack und Textur. Anderes „Tempeh“ wird pasteurisiert, vakuumiert und per normaler Kühlkette vertrieben. Pasteurisieren, also das Haltbarmachen durch Erhitzen lehnen wir ab, denn das tötet den Pilz und nimmt dem Tempe wertvolle Eigenschaften, vor allem Geschmack. Taut Tempe auf, fängt der Pilz an zu wachsen und es können dunkle bis schwarze Flecken entstehen. Bitte lesen Sie hierzu unbedingt den nächsten Punkt.

 

11 Schwarze Flecken bedeuten also nicht, dass Tempe schlecht geworden ist. Woher weiß ich, ob dies Tempe gut zu essen ist?

Gutes Tempe sollte gut mit weißem, Mycel bedeckt sein; kleine Mengen an schwarzer Sporulation sind möglich und normal. Sehr schwarzes Tempe ist zu lange fermentiert.
Frisches, aufgetautes Tempe hat einen milden pilzigen, süßen, hefigen Geruch und einen nussigen herzhaften Geschmack.
Entsorgen Sie alles Tempe, das eine rosa, gelbe oder andere seltsame Farbe, starken Ammoniak- oder anderweitig unangenehmen Geruch haben, matschig oder schleimig sind oder außerhalb der Kühlung gelagert wurden!
Unser Tempeh wird tiefgefroren verteilt und hält bei guter Lagerung monatelang. Im Kühlschrank kann Tempe drei oder vier Tage halten, aber je frischer, desto besser. Als Gedächtnisstütze für den sicheren Umgang empfehlen wir manchmal, dass Sie Roh- Tempe in ihrem Gehirn in der Kategorie „Fleisch/ Meeresfrüchte/ Eier“ ablegen. Selbst diejenigen, die nie Fleisch zubereiten, haben einen Instinkt für leicht verderbliche Lebensmittel, die kalt gelagert und vor Verzehr gekocht werden sollten. Es sollte ein leichtes sein, sich daran zu erinnern, ebenso mit Tempe umzugehen.
Dies ändert nichts daran, dass Tempe keine tierischen Produkte enthält und zu 100% vegan und vegetarisch ist.